25 Millionen US-Dollar für einen Slot in der Call of Duty League – Call of Duty

25 Millionen US-Dollar für einen Slot in der Call of Duty League – Call of Duty
In der Call of Duty League 2020 haben die Playoffs begonnen. Wir haben uns die Stimmen der Szene zum Thema Call of Duty-Esport angehört und die Meinungen von CoD-Castern, die Sichtweise eines Managers und eines Spielers eingeholt.

Wir haben uns die Meinungen der deutschen Szene angehört. Es ging speziell um den Call of Duty-Esport und um die Franchise-Liga von Activision.

Mit dabei waren Fabian “Fabu” Robbe und Sven “SweeN” Welling. Sie sind beide Call of Duty-Caster.

Der Esport-Manager Daniel ShoX” Berger aus dem Team cowana Gaming und der Spieler Thomas Neeey” Davidjan von Team Vertex. Die beiden Teams gehören zu den bekanntesten Teams in Europa.

Call of Duty League 2020

Die CDL ist in vollem Gange. Die Playoffs haben am 19. August begonnen.

“Mit dabei sind 12 Teams, darunter sind 2 europäische Teams – die London Royal Ravens und die Paris Legion.” – SweeN.

Die Call of Duty League 2020 ist eine gegründete Franchise-Liga von Activision zum aktuellen Call of Duty: Modern Warfare. Die 12 Teams konnten sich einen Slot erkaufen und repräsentieren dabei immer eine Stadt. Dies soll die lokale Verbundenheit steigern, ähnlich wie im traditionellen Sport. In der Liga geht es um ein Preisgeld in Höhe von 6 Millionen US-Dollar.

Wie bekamen die Teams einen Slot für die Call of Duty League?

“Im ersten Schritt bekamen Organisationen, welche bereits einen Spot in der Overwatch League hatten, das Recht sich einen Slot in der Liga zu sichern. Da für die erste Season
die Teilnehmerzahl auf 12 begrenzt war, gingen viele Nationen leer aus. Eine in Deutschland sitzende Organisation hat sich einen Spot gesichert, vertritt jedoch das London Franchise. Deutschland hat im CoD – Bereich noch
Nachholbedarf, jedoch denke ich, dass früher oder später auch eine deutsche Stadt
vertreten sein wird.” – ShoX.

Die Liga ist unterteilt in eine reguläre Saison und in die Playoffs in denen der Gewinner ausgespielt wird. Um an der Liga teilzunehmen, müssen Teams eine Anmeldegebühr zahlen.

“Ein Slot eines Teams kostete alleine 25 Millionen US-Dollar – wer soll das erstmal bezahlen? Das sich nicht jedes Team/Organisation eine solche Startgebühr leisten kann, ist klar.” – Fabu.

USA vs den Rest der Welt

25 Millionen US-Dollar sind nicht gerade wenig, nur um an der Liga teilzunehmen. Das erklärt auch, weshalb alleine 10 Teams aus der NA-Region und nur 2 Teams aus Europa kommen. Die USA ist den meisten Ländern im Bezug auf den Esport weit voraus. Vorallem der Call of Duty-Esport ist in Amerika deutlich größer und populärer im Vergleich zu Europa. Hinter den beiden europäischen Teams stehen US-amerikanische Großsponsor. Bei den London Royal Ravens ist es ein amerikanisches Unternehmen namens ReKTGlobal. Die Organisation C0ntact Gaming stärkt den Paris Legion den Rücken.

“Die Altersbeschränkung ist in den USA nicht so streng, somit können auch Jugendliche viel früher Erfahrungen auf Turnieren sammeln, um dann als volljähriger Spieler an den großen Turnieren antreten zu können.

Ein weiterer Punkt ist auch die Nachfrage an dem CoD-Esport, die ist in den USA natürlich um einiges größer, dennoch ist es in den letzten Jahren auch in Europa sehr gestiegen.” – Neeey

Der Spieler Neeey bringt es mit dieser Aussage auf den Punkt. In den USA genießt der Call of Duty-Esport einen höheren Stellenwert als in Europa.

Es wird viel besser mit dem Thema umgegangen und der Support findet leichter statt als in Deutschland.

Die begrenzte Teilnehmeranzahl von 12 Teams erschwerte darüber hinaus die Teilnahme an der CDL erheblich. Es bleibt abzuwarten, ob Activision die Teilnehmeranzahl in der kommenden Saison vergrößert. Die Nachfrage ist auf jeden Fall da.

Call of Duty – Europa

Abgesehen von den zwei Profi-Teams in Europa und den Call of Duty Challengers hört man nicht viel vom CoD-Esport.  Warum ist das so?

“Hinter den 2 großen Profi-Teams – den London Royal Ravens und die Paris Legion klafft erstmal eine große Lücke. Denn die offizielle Profibezeichnung können sich nur Teams der Call of Duty League 2020 geben. Alles darunter befindet sich im Semi-professionellen Bereich und Amateur-Bereich.” – so SweeN.

Laut den Aussagen der Caster Fabu und SweeN, dem Manager ShoX und des Spielers Neeey sind das die bekanntesten Teams in Europa:

– Team WaR
– Team Singularity
– TrainHard eSport
– cowana Gaming (DE)
– Team Vertex (DE)
– Animosity eSports (DE)

Neben der Call of Duty League 2020 fanden die Call of Duty Challengers statt. Das sind regionale Turniere, die einen Gewinner in der jeweiligen Region küren. In Europa kämpften 32 Teams um den Titel. Nach einem spannenden Best-of-5 Match setzte sich Team WaR gegen Singularity am Sonntag durch.

“Eine speziell von Activision gepushte Ligen- und Turnierstruktur gibt es in Europa neben der CoD-Challengers nicht. Nur einzelne Cups, wie 2K und 10K-Turniere auf Gamebattles für die Community” – Fabu.

Einerseits ist es schade, dass der Publisher kaum Interesse zeigt, den Esport neben der Call of Duty League zu pushen. Andererseits verdient Activision alleine durch die Beitrittsgelder der Teams genug.

Wir sind sehr gespannt, was die Zukunft in Call of Duty und für den Esport bringen wird. Vielen Dank für die interessanten Gespräche, den wertvollen Input und eure Zeit. Hier könnt ihr die Jungs auf ihren weiteren Weg verfolgen: Fabu, SweeN, ShoX, Neeey.

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Bildquelle: Activision, ShoX, Fabu, SweeN, Neeey


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